Geschichtliches
Geschichte der SEPAWA®
Die SEPAWA® hat ihre Wurzeln in den Seifensiederzünften des 14.
Jahrhunderts und wurde 1954 in Ludwigshafen als Vereinigung für
Seifensieder, Parfümeure und Waschmittelfachleute gegründet. Die erste
Fachtagung fand 1955 in Bad Dürkheim statt, das lange der
traditionelle Veranstaltungsort blieb, bis die Jahrestagung 2004 nach
Würzburg umzog. Aufgrund des stetigen Wachstums wurde die
Veranstaltung ab 2010 in Fulda durchgeführt. Seit 2017 findet der
Kongress in Berlin statt. In der Schweiz entwickelte sich die SEPAWA®
ab 1956 durch engagierte Fachleute wie Paul Saupe und Gerd Priester.
1959 wurde die Schweizer Sektion offiziell gegründet. Mit wachsender
Bedeutung und Mitgliederzahl wurde sie zur größten Untergruppe. 1983
erhielt sie erstmals eigene Statuten. Heute vereint die SEPAWA®
Experten aus vielen Branchen, darunter Seifen-, Wasch- und
Reinigungsmittelhersteller und Kosmetikunternehmen. Neben Fachtagungen
gehören Betriebsbesichtigungen und kulturelle Veranstaltungen im
Rahmen der jährlichen Generalversammlung der Sektion Schweiz zum
festen Programm.
Eine kurze Geschichte der Seife
Die Seife hat ihren Ursprung bei den Sumerern, wurde von den Römern
als Reinigungsmittel entdeckt und im 7. Jahrhundert von den Arabern in
ihre bis heute bekannte Form weiterentwickelt. Nach einem
Bedeutungsverlust im Mittelalter gewann sie im 18. Jahrhundert wieder
an Wert, besonders in Frankreich unter Ludwig XIV. Industrielle
Verfahren im 19. Jahrhundert machten Seife erschwinglich. Waschmittel
entstanden erst im 20. Jahrhundert, mit Henkel’s Persil als
Meilenstein. Ab den 1960ern passte sich die Zusammensetzung an moderne
Waschmaschinen an. Duftstoffe, ursprünglich aus alten Hochkulturen,
sind bis heute essenziell. So gesehen sind die heutigen
SEPAWA®-Mitglieder die Nachfahren der Seifensieder und Parfumeure der
alten Hochkulturen in Indien, Persien und Ägypten.
Titelseite der Branchenzeitschrift um 1897. Quelle: Archiv SEPAWA
Schweiz, Umschlag Diverses, Fotos.